Was ers sonst noch über Mattsies gibt.

Was es sonst noch über Mattsies gibt.

Post 1940

Die Post in früheren Zeiten.
Anfangs lieferten Metzger, die Nachrichten und Sendungen aus. Die Metzger ritten sowieso durchs Gäu.
Ab ca. 1635 wurde von der Thurn- und Taxischen Reichspost die Linie Mindelheim - Mattsies - Angelberg - Ettringen - Schwabmünchen - Augsburg wöchentlich geritten.
Von 1730 bis 1744 wurde die Route drei mal wöchentlich geritten. Und ab 1765 verkehrte einmal wöchentlich ein Postwagen.

In Mattsies war die Poststelle  soweit bekannt (1919) im hinteren Teil von Zeller, HausNr. 13, jetzt Dorfstr. 25 (Haus besteht so nicht mehr) .
Später dann im Pfredhaus von HausNr. 66, jetzt Dorfstr. 30. Die Post wurde mit Pferdefuhrwerk transportiert.
Danach im Haus Von-Freyberg-Platz 1, hier war die Poststelle sehr lange.

 Geologie von Mattsies
westlich davon der Schotter auf dem schmalen Rücken mit dem Buckel zwischen Mindel- und Flossachtal liegt wieder ein äußerlich geschlossener Landschaftsblock, der sich aber aufgliedert: Der Schotter nördlich Heimenegg, im Mindelheimer Stadtwald bis zur Eisenbahn; möglicherweise gehört zu ihm der höhere Schotter im Ölbergrücken westnordwestlich Mattsies.
 Zu den tiefer gelegenen, jüngeren Altmoränen gehören folgende Schotterterrassen:
 1.  eine etwa 18 m über dem Flossach-Talboden gelegene Hochterrasse westlich Unterrammingen, die am „Osterberg- (südöstlich Mattsies) endet.
2.  mehrere Hochterrassen, die sich nur 7—10 m über die Talböden er heben:
eine im Flossachtal, nördlich, östlich und südöstlich von Mattsies eine zweite im Mindeltal, südlich anschließend an Nassenbeuren bis zur Eisenbahn.
 Der östliche Schmelzwasserstrom setzte an den letzt- (oder würm-) eiszeitlichen Endmoränen bei Kaufbeuren an, seine Kiese treten nördlich Schlingen (mit 635 m) in das Kreisgebiet ein, schwenken zwischen Wörishofen (625 m) und Türkheim (600 m) in das breite Flossachtal und erreichen über Rammingen und Mattsies-Tussenhausen (570 m) bei Salgen-Bronnen-Mörgen (550 m) das Mindeltal.

Landkarten
 1625 fertigt der Memminger Christoph Hurter seine eigentümlich nach Westen ausgerichtete Karte Oberschwabens „Alemania sive Suevia", die auf einem ca. 7 x 7 cm großen Ausschnitt fast sämtliche Ortschaften des heutigen Landkreises mit seinen umfangreichen Waldgebieten enthält. Erstmals ist in ihr auch die Poststraße von Augsburg über Memmingen zum Bodensee eingetragen. Sie führt über die in unserem Bereich liegenden Orte Siebnach, Angelberg, Mattsies, Nassenbeuren, Mindelheim, Stetten und über Sontheim nach Memmingen

Bauweise
 1811/1812 hatte Mattsies noch zwei Häuser mit Strohdächern, 56 mit Schindeldächern und 31 mit Ziegeldächern

Privathäuser      die im Buch "Landkreis Mindelheim - Bayerische Kunstdenkmale Jg. 1971 als erwähnenswert galten.

Haus Nr. 1. (jetzt Lettenbachstr.2 ) Mattsiesmühle, ca. 400 m nördlich des Ortsendes an der Straße nach Tussenhausen gelegen. An der Südseite Kruzifix, Holz gefaßt, Mitte 18. Jh., umgeben von al fresco gemalter Neurokoko-Kartusche. Weiter rechts Tür mit schlicht klassizistischem Schnitzdekor, Anfang 19. Jh. (Das Gebäude selbst jünger.)

Haus Nr. 25 (jetzt Dorfstr.35); (Gasthof schwarzer Adler). Im Kern 18. Jh., sehr stark erneuert. Zweigeschossig; am Wohnteil schräges (ursprünglich wohl profiliertes) Traufgesims und abgewalmtes Dach.

Haus Nr. 38. (jetzt Dorfstr.56) Im Kern 18. Jh., völlig modernisiert. Zweigeschossiges Flachdachhaus mit überputztem Kniestock.

Haus Nr. 52. (jetzt Söldenweg 2) Bauernhaus der 2. Hälfte des 18. Jh. Zweigeschossiges Satteldachhaus. Die 5 Achsen breite östliche Giebelseite reich gestaltet: profiliertes Giebelsohlgesims, an 3 Stellen segmentbogig hochgezogen; profiliertes Ortganggesims; Giebel dreigeschossig mit profilierten Gurtgesimsen, die jeweils über einer von Lisenen bzw. toskanischen Pilastern flankierten Korbbogenblende in der Mittelachse segmentbogig hochgezogen sind; in den Blenden neubarocke Fresken: unten Maria Verkündigung, oben Gott Vater über 3 Kreuzen; in der Giebelspitze kleine, gefaßte Holzfigur des hl. Florian, wohl 1.Hälfte 19. Jh. (volkstümlich).

Haus Nr. 58. (jetzt Westermahdweg 8) Im Giebel geschweift schließende Nische mit gefaßter Holzfigur des hl. Sebastian, 2. Hälfte 18. Jh.

Ausdehnung der Herrschaft
 Um 1591 wurde die Herrschaft Mindelheim bestimmt. Hier heißt es: "  Innerhalb der Forstgränze liegen, aber doch nicht zur Herrschaft Mindelheim gehören : der Bezirk von der Floßach bis in das Hillenthal b. St. Anna im Höselwang, dann bis an die Gründe von Nassenbeuren und Hausen, gehörte dem Herren von Mathsies , ( Mattsies ) welches so wie Angelberg eine andere Herrschaft hatte.