Gemeindewappen - Mattsies

   

 Wappen

Gemeinde

Mattsies

bis 30.April 1978

 

  Wappen Gemeinde

Tussenhausen

 Wappen des Marktes Tussenhausen  
       

 

 

Es zeigt einen roten angelförmigen Haken in Gold unter blauen Haupt.
Es gemahnt an das bedeutende Geschlecht der Herren von Mazzensiez.
Da ihr Wappen, das einen Haken zeigt, nur auf Siegeln erhalten ist, ist die Farbgebung nicht überliefert. Für das Gemeindewappen wurde der Haken in rot gehalten, da diese Farbe der Haken ursprünglich gehabt haben mochte.
Das neue Wappen wurde der Gemeinde am 7.8.77 von der Regierung von Schwaben verliehen.

  Der "Haken" wird heraldisch als Wolfsangel bezeichnet. Die "einfache" Wolfsangel ist im ursprünglich überlieferten Wappen der Herren von Mazzensiez dargestellt. Die andere Form- als Wolfsangel (Ankerform) finden wir im Wappen der späteren Herren von Mattsies, der Familie "von Stein oder vom Stain" . Diese Familie hat ihr Wappen wohl vom alten Geschlecht der "Schenken von Winterstetten" die in ihrem Wappenschild auch die Wolfsangel (Ankerform) trägt.
Näheres zur Wolfsangel: http://www.dr-bernhard-peter.de/Heraldik/wolfsangel.htm

Mit dem ortsansässigen, zu den Reichsministralien zählenden Rittergeschlecht von Mazzensiez und Angelberg aus dem 12. und 13. Jahrhundert ist auch deren im Familienwappen geführte rote Winkelhaken zur Grundlage für das neue Gemeindewappen geworden. Die Farben Blau - Gold weisen auf die 1598 einsetzenden geschichtlichen Beziehungen des Ortes zu den Fuggern hin, deren Herrschaft über Mattsies bis zum Jahre 1680 reichte.
Die Gemeinde Mattsies wurde zum 1. Mai 1978 in den Markt Tussenhausen eingemeindet, wodurch das Wappenführungsrecht erlosch.

Entwurf und Gestaltung des Wappens:  Karl Haas, Kronach

Text aus dem Buch: Wappen im Landkreis Unterallgäü
 

Anmerkung: Die Hermanne und Conrade von Mazzensiez und Angelberg siegelten seit der ältesten Zeit mit dem Schenk von Winterstettschen Stammschild (erst einfach, dann geweckt), einem N-förmigen Haken.
(Das überlieferte Wappen der Schenken von Schmalneck-Winterstetten war ein schwarzer Wolfsangel in goldenem Felde )

Die Siegel der Gebrüder Heinrich und Syfrid, Marschalke von Mazzensiez an zwei Urkunden von 1302 zeigen dagegen das bekannte Schild (mehrere gestürzte Zinnenbalken übereinander) der Marschalke und Truchsesse von Donnersperg und Oberndorf usw. Die Siegelumschrift -soweit noch erkennbar- zeigt auch: MAR.....DE DONRSPERG. Den Beinamen von Mazzensiez führten diese Marschalke nur vorübergehend, als sie vermutlich durch Verschwägerung mit dem letzten Conrad von Mazzensiez diesem im Besitze folgten.

                                       

Das Bild stammt aus der Mindelburg (Torstube)
die abgebildeten Personen: Heinrich von Stein (Sohn von Diepold von Stein) und seine Ehefrau Ursula geb. Frundsberg -  sind mit ihrem Wappen abgebildet.
(darüber Spruchband "ich trage Geduld"

          

Der schmale Ausschnitt zeigt Wappen aus der 
"Züricher Wappenrolle"

Das obere Wappen (Haken) ist das Wappen von Ittendorf 
(Ortsteil von Markdorf, Baden; Die Schenken von Winterstetten-Schmaleck hatten eine Linie "Ittendorf")

 

Das untere ist das Wappen der "vom Stain"