Zeittafel der Geschichte von Mattsies

 Zeittafel der Geschichte von Mattsies

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Frühgeschichte

Steinzeit,  Erste Besiedlung der Gegend durch die Kelten, Römer, (Wartturm Schlossberg ??)
Nichts nachweisbar; (aber Fund eines Randleistenbeiles aus der Bronzezeit ca. 1200 v.Chr.);
(Lappenbeil im Mindelheimer Museum)

1908 bei Grabung eines Kellers Fund von Urnen aus der Urnenfelderkultur (ca. 1000 v.Chr.)

weiteres

Ca. 550

die Alemannen besiedeln die Gegend

weiteres.

ca. 1000

Errichtung eines Wallgrabens um den Ort

weiteres

1095

Erste urkundliche Erwähnung

weiteres

etwa 1150

Urkundliche Übergabe von Feldgründen von Perthold von Mazzinsiezon an Kloster St. Ulrich und Afra zu Augsburg

weiteres

Ca. 1150

Bau einer neuen Kirche aus Tuffstein

weiteres

1176

Hermann von Mattsies wird in Jahrbüchern des Klosterns Ottobeuren erwähnt.

weiteres

1202

Die Brüder Konrad und Heinrich von Mattsies errichteten um 1200 in Tussenhausen die Angelburg, während ihr anderer Bruder Hermann, in Mattsies verblieb.

weiteres

1202 -1220

Bau des Mattsieser Schlosses

vor 1246

in Mattsies wird - einer Modeströmung folgend- außerhalb der Siedlung ein Schloss an der Stelle aufgeführt, an der sich heute das Hochschloss erhebt. Am 15. April 1246 wird dieses Schloss gelegentlich einer Besprechung, bzw. eines Vertrages, der im „....Novo Castro Mazzensiez“ (neuen Mattsieser Schloss) ausgestellt worden war, erstmals urkundlich erwähnt.

weiteres
Schlossbau
Schlossgeschichte

1250

und 1250 verzichtete Konrad von Mattsies zugunsten des Klosters auf das, was ihm König Konrad IV. in Wiedergeltingen geschenkt hatte.

weiteres

1270/80

In zahlreichen Urkunden tauchen mehrere Syfride und Heinriche, Marschalke von Mazzensiez auf

weiteres

Ca 1290

Der Besitz Mattsies geht zu den Marschalken von Mazensiez
-Herren von Donnersberg-
 und Ellerbach

weiteres

1312

Urkunden von Bruno von Ellerbach, "Sohn Burkards von Ellerbach, Landvogt zu Matzensiez"

 weiteres

Um 1350

Der Besitz geht durch Verschwägerung auf die Herren von Ellerbach über.

weiteres

1352

Urkunden von Ulrich der Marschalk von Mazzensiez

1357

Mattsies ist österreichisch-burgauisches Lehen

weiteres

1445

Enea Silvio de Piccolomini der spätere Papst Pius II erhält die Pfarrpfründe Mattsies und setzt einen Stellvertreter ein

weiteres

1452 Berthold von Ellerbach verkauft Schloss und Dorf Mattsies an Hans von Stein zu Ronsberg (Hans der Ältere)  
1455 Der Verkauf an Hans von Stein wird rückgängig gemacht.  
1456

Schloss Mattsies wird auf Befehl von Kaiser Friedrich zerstört.

Wiederaufbau wohl direkt danach!

näheres siehe bei Ellerbach

1458

verkauft der Ritter Heinrich von Randegg, wohl als Besitzer und nicht im Auftrag, die Mattsieser Lehen an die Brüder Diepold, Berchtold und Hans von Stein zu Ronsberg (Söhne des verstorbenen Hans d.Ä, von Stein)

weiteres

Ca. 1490

Erbauung einer neuen Pfarrkirche im spätgotischen Stil

weiteres

1514

Dr. Marquard von Stein, ein Bruder des Herrschaftsinhabers, stiftet die Bruderschaft „Unserer lieben Frauen Verkündigung“ oder kurz „Marianische Bruderschaft“

weiteres

1518

Kaiser Maximilian I. verlieh an Diepold von Stein den Blutbann

weiteres

1525

Einnahme des Schlosses Mattsies durch Bauern im Bauernkrieg, Plünderung und Brandschatzung.
Danach Wiederherstellung des Schlosses durch Diepold von Stein

weiteres

1. Juni 1546

Hans Adam von Stein überlässt seiner Schwester Anna das Patronatsrecht.

weiteres

1548

Hans Adam von Stein wurde von Kaiser Karl V erlaubt, Zoll zu erheben.

weiteres

1598

Verkauf von Mattsies an den Grafen Christof Fugger von Kirchberg und Weißenhorn Die Fugger haben auch in Mattsies gelebt.

weiteres

1635

Pest in Mattsies, nur 90 Überlebende

weiteres

1669

Herzog Maximilian Philipp erwarb von Bonaventura Fugger zu Kirchberg-Weißenhorn und seinen Brüdern dazu das Rittergut Mattsies mit Rammingen.......................Damit kam Mattsies zu Bayern.

weiteres

1683

Gründung der Schutzengelbruderschaft

weiteres

1721

Verkauf an den Kurfürsten Max Emanuel von Bayern

weiteres

1748

Bischof von Eichstätt, stiftet 600 fl.

weiteres

1778

Kaiser Josef II, erklärt den Blutbann für heimgefallen.

weiteres

1778 Nach dem Tode des Kurfürsten und Aussterben der männlichen Linie erhebt Österreich Anspruch u.a. auf Mattsies.  

1785

Erwerb des Schlosses durch Gräfin von Törring-Seefeld  von Churbayern. Veränderungen an der Schlossanlage von Schloss Mattsies (auch schon Brauerei )

weiteres

1808

Die letzten Bindungen zu Ober- und Unterrammingen werden aufgehoben. Besitzer des Schloss Mattsies wird der bayerische Staat.

Punkt 19.

1810

Schlossbesitz jetzt Churfürstin Leopoldine von Bayern  

weiteres

1818

Mattsies wird selbstständige politische Gemeinde

Punkt 18.

1835

Mattsies an den Grafen Waldburg - Zeil - Hohenems verkauft;

weiteres

ca. 1865

neuer Besitzer: Freiherr von Botzheim

 weiteres

1905

ab 1892 neuer Besitzer: Walter von Rougemont; Schlossanbau durch Herrn von Rougemont

weiteres

1912

Verkauf des Schlosses an Gotthard Freude, Olt. in Riesa an der Elbe

weiteres  

1917

Verkauf des Schlosses an Prinz Karl von Arenberg

weiteres

1925

Verkauf des Schlosses an Georg Kellerer und Frau Magdalena aus Dachau

weiteres

1926

Verkauf des Schlosses an Georg Scholz, der Westteil brennt ab und wieder aufgebaut.

weiteres

1930

Nach dem Bankrott von Scholz ersteigert 1930 die Stadt Augsburg das Hofgut.

weiteres

1933

Neuer Besitzer des Schlossgutes Georg Berg

weiteres

1976

Neuer Besitzer des Schlossgutes: Familie Steppich

nach 1945 Was hat sich im Dorf Mattsies geändert. weiteres

1978 bis 1984

Jährlich wurde ein Schlossfest im Innenhof des Schlosses gefeiert.

weiteres

1. Mai 1978

Mattsies gehört seit dem 1. Mai 1978 zur Marktgemeinde Tussenhausen.

 

Quellenangaben siehe unter Anhang

Punkt 18.

Ab 1818 konnte dann jeder der drei Orte eine selbstständige politische Gemeinde werden, da sie das geforderte Limit von 20 Familien erfüllten.

 

Punkt 19.

Wobei 1808 die letzten Bindungen zwischen Mattsies und Rammingen aufgelöst wurden. Danach wurden durch das junge Königreich Bayern die Steuerdistrikte errichtet, wobei Ober- und Unterrammingen einen eigenen und Mattsies einen eigenen Steuerdistrikt bildete.

Punkt 24.

In einem ergreifenden Brief vom 24. Juli 1635 berichtet Pfarrer Jakob Lober „Alhie zu Matzensies seiend noch bey 90 lebendige Seelen“. In den ersten Augusttagen erlag er selbst der Pest.

 

Anhang:

Quellenabgaben

Steichele Band 2; Zacher; Die Geschichte von Schwabeck

Ein Teil der Angaben stammt aus dem Bericht: Verfasser, Georg Wörishofer
Geschichte von Mattsies  Abschrift aus Mindelheimer Zeitung vom Dienstag, 24. Juni 1980  

 

Das dritte Jahrhundertjubiläum ihrer bayerischen Zugehörigkeit feierten die Ramminger und Mattsieser mit einem großen Triduum, einem Festgottesdienst, einer Festprozession sowie einem umfangreichen Schlossfest. Die Chronik über die 300jährige bayerische Geschichte wurde vom Theologen Georg Wörishofer, selbst ein geborener Mattsieser erforscht, zusammengetragen und zusammengestellt. In seinen nachstehenden Ausführungen versucht er die davorliegende Zeit unter verschiedenen Gesichtspunkten (zum Beispiel der Geomorphologie, Herrschafts-, Kirchen-, Wirtschafts- und Vereinsgeschichte) zu erarbeiten.

Zusätzlich wurden noch Teile aus der Festschrift der Vereine (SV Tussenhausen e.V. und TC Tussenhausen-Mattsies e.V. verwendet. Diesen Artikel hat ebenfalls Herr Wörishofer verfasst.

 andere Quellenangaben sind bei den jeweiligen Textstellen angegeben

Sehr viele Angaben sind auch im "Landkreisbuch von 1968" -der genaue Wortlaut ist hier zu lesen!