Maximilian II. Maria Emanuel, Kurfürst von Bayern 1679-1706, 1714-1726

     Maximilian II. Maria Emanuel, Kurfürst von Bayern

   Allgemeine Angaben zur Personmaxemanuel1662

Maximilian II. -  Max Emanuel, Kurfürst von Bayern

( 11. Juli 1662 , München - 26. Februar 1726 , München )

Am 25. September 1718 schenkte der Kurfürst das Gut Mattsies dem Franz Josef Unertl für seine Verdienste.
Unertl vergaß, laut seinen späteren Angaben dieses Geschenk und nam den Besitz (Gut Mattsies) nie in Besitz.

Maximilian II. Emanuel war eine der abenteuerlichsten Gestalten in der bayerischen Geschichte. Ein Jahr nach dem Tod seines Vaters übernahm er 18 jährig die Regierungsgeschäfte. An der Seite Österreichs erwarb er sich dann in den Türkenkriegen dank seiner Tapferkeit den Namen "blauer Kurfürste", nach der Farbe des Waffenrockes, den er trug, wenn er an vordester Front gegen die Osmanen in die Schlacht zog. Aber auch in seinen politischen Aktivitäten war Max Emanuel nicht weniger ehrgeizig und wagemutig. Dennoch schien es nach dem Tod seines Sohnes, der bereits zum Alleinerben des spanischen Weltreichs ernannt war, als würde er alles verlieren. Er verlor die spanischen Niederlande, deren Statthalter er war, und Bayern wurde von den Österreichern besetzt. Erst nach zehn Jahren, 1714 konnte er nach Bayern zurückkehren und beteiligte sich sofort erneut am Türkenkrieg. War Max Emanuel für das kulturelle Leben ein großer Segen, so war er für Bayern, das er völlig verschuldet hinterlies, insgesamt wohl eher eine Last.

Österreich besetzte Bayern, der bayerische Kurfürst Max Emanuel (Regierungszeit 1680-1726) musste als Statthalter in die Niederlande gehen. Nach der Eroberung der Niederlande durch die Große Allianz verbrachte der Kurfürst sein Exil in Frankreich. Als der Spanische Erbfolgekrieg 1714 entschieden war, wurde Max Emanuel rehabilitiert und konnte nach München zurückkehren. Kurz vor seiner Rückkehr hatte er mit dem französischen König vertraglich eine Unterstützung vereinbart, sollte in Österreich der Kaiserthron vakant werden.